Pot.
Das Line-Up steht nun zur Hälfte. Das möchten wir kurz kommentieren.
Zum einen, weil Logh bestätigt sind. Und damit eines der großen Ziele des End Piloten erfüllt wurden: mit dieser Band hat vieles angefangen. Und wir freuen uns wirklich sehr, sehr dolle. Bei dieser Band hat man schon Album-live-Playlists, doppelte Schlagzeuge und Klangschalenorchester gesehen.
Zum anderen, weil ihr innerhalb der letzten Monat eine Menge Vorschläge für das Booking dieses Jahr gepostet und per E-Mail geschickt habt. Dafür möchten wir euch erstmal ganz herzlich danken und euch sagen, dass wir versucht haben die Vorschläge sehr ernst zu nehmen und dabei unter anderem auch eine Menge Spass hatten. Mit vielen der vorgeschlagenen Bands haben wir auch ernsthaft gesprochen, vor allen mit den größeren. Dass ihr sie bis jetzt nicht vorne auf der Webseite sehen könnt, zeigt wie klein dieser Markt doch sein kann, wenn die Booker keine Routen über den eigenen Ort legen. Wir haben für dieses Jahr inzwischen etwa 40 Bands direkt angeschrieben, und das war die engste, persönlichste und direkteste Auswahl die wir leisten konnten. Dazu kommen natürlich die üblichen Überlegungen von Bands auf Tour und Nebenbeikontakte. Die meistgehörten Absagen sind dabei “zu weit weg in der Zeit” (und damit zu teuer zum einfliegen), Tourpause/Albumaufnahme und desinteressierte Booker, die keine Inhalte weiterreichen wenn das Geld für sie nicht stimmt, auch wenn sie das natürlich so nicht sagen. Nur das letzte ist dabei sicher recht unverständlich.
Neben den direkten Anfragen haben wir aber noch andere Konsequenzen aus euren Vorschlägen gezogen. So gab es bei uns schon lange den Wunsch, auch härtere Bands in einem eigenen, etwas dunkler angelegten Festival unterzubringen. Die Tatsache, das so viele Bandwünsche jetzt auch in diese Richtung gingen hat den finalen Entschluss bekräftigt, dieses Jahr insgesamt etwas mehr in diese Richtung zu gehen und etwa auch Celestine zu buchen. In diesem speziellen Fall kommt noch hinzu, dass die isländische Untergrund-Szene mit ihren Punk-, Hardcore- und Metalelementen zu den aktivsten und interessantesten in Europa gehört, vor allem weil sie tatsächlich noch sehr grundsatzpolitisch, lokal und eigen gestaltet wird.
Wer sich nicht mit genialen Riffwänden vereinbaren kann, für den sorgen wir natürlich mit einem entsprechenden Ausgleich. Man muss auf jeden Fall jetzt keine Angst haben, das die restlichen Bands zu zwei Dritteln ebenso musikalisch gerichtet sind.
Übrigens, zum Thema Island. Das absolut abgefahrene Aldrei fór ég suður – Festival steht zumindest zum Teil Pate für unsere Eintagesplanung… Allerdings spielen dort 30 ! völlig unterschiedliche Bands auf einer ! Bühne in einer alten Fischfabrik an einem Tag, nicht 10 Bands auf drei Bühnen wie bei uns. Spätestens nach diesem feuchtkalten Gelage hat jeder Anwesende sein Jonsi-Gesang- und Björk-Design-Island vergessen und weiß, wie die Leute und vor allem die Kulturszene dort tickt, wenn sie erstmal freigelassen wird. Und wem das noch nicht reicht, um sein Hoppipolla-Bild von Island zu zerschmettern, dem sei das hier ans Herz gelegt.



MP
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- Published:
- 02.17.09 / 11pm
- Category:
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